Programm
Wir freuen uns hier unser Programm der Frühjahrsreihe 2026 vorzustellen. Die ersten drei Beiträge werden in den Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur zu sehen sein , die letzten drei bei hoffentlich gutem Wetter wie gewohnt Open Air auf dem Quirinusplatz.
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Special zum Weltfrauentag 2026 – alle Spenden zugunsten Frauen helfen Frauen e.V. Euskirchen.
08.03.2026 – Maria Montessori, Spielfilm, F/I 2024, 101 Min., FSK 0
Wo: Museum der Badekultur, Zülpich, Einlass: ab 18:00 Uhr, Filmstart: ca. 19:00 Uhr

Das gefühlvolle Drama MARIA MONTESSORI setzt der Bildungsikone ein lange überfälliges und zutiefst bewegendes Denkmal. Mit großer visueller Eleganz zeigt dieser Film die Namensgeberin einer der einflussreichsten pädagogischen Bewegungen in ihrer ganzen Stärke und Zerrissenheit. 1898 entscheidet sich die unverheiratete Maria Montessori, ihren Sohn Mario nach der Geburt auf unbestimmte Zeit zu verlassen, um als moderne und freie Frau eine neue Vision von Bildung zu entwickeln. Sie ahnt, dass sie eine Revolution entfachen kann. Als eine der ersten Frauen Italiens wurde sie Ärztin und gründete ein Institut, an dem Lehrer für die Arbeit mit behinderten Kindern ausgebildet werden. Hier entwickelt sie Methoden, die von einem Gedanken getrieben sind: solange man die Kinder liebt, können sie alles lernen. Nicht Disziplinierung, sondern ihre Freiheit wird zeigen, welche Schätze in den Kindern verborgen sind. Doch bezahlt wird sie für ihre Arbeit nicht, die Lorbeeren heimst ihr Partner Montesano ein und die männliche Wissenschaftselite hält nichts von einer Pädagogik für behinderte Kinder. Ihren Sohn kann Maria in dieser Welt nicht zu sich nehmen, ohne ihre Arbeit aufgeben zu müssen. Mit der Prostituierten Lili d’Alengy schmiedet Maria ein Netzwerk weiblicher Solidarität, das nicht nur endlich Unabhängigkeit ermöglicht, sondern vor allem eine Pädagogik, die an die Autonomie des Geistes glaubt.
Ärztin, Pädagogin, Mutter: die weltberühmte Maria Montessori lebte ein selbstbestimmtes, aber auch dramatisches Leben. Das in leuchtenden Farben inszenierte Drama erzählt von einer unfassbar starken und klugen Frau, die alles will und mit ihrem eigenen Leben auch das Geschick der bürgerlichen Gesellschaft für immer verändert.
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11.03.2026 – Der Pinguin meines Lebens, Spielfilm, ESP/GB 2024, 110 Min., FSK 6
Wo: Museum der Badekultur, Zülpich, Einlass: ab 18:00 Uhr, Filmstart: ca. 19:00 Uhr

Der mürrische Engländer Tom kommt in den 1970er Jahren als Lehrer nach Buenos Aires, um an einem Jungeninternat zu unterrichten. Die politische Lage ist angespannt, die Schüler aufsässig, und Tom möchte eigentlich nur seine Ruhe. Doch ein Zwischenfall am Strand von Uruguay stellt sein Leben auf den Kopf: Er entdeckt einen ölverschmutzten Magellanpinguin – und rettet ihn. Eigentlich wollte er das Tier schnell wieder loswerden. Doch der Pinguin denkt nicht daran zu gehen.
Eine wahre und herzergreifende Freundschaftsgeschichte zwischen Mensch und Pinguin, wie es sie noch nie gab.
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18.03.2026 – Kein Land für Niemand, Dokomentation, D 2025, 111 Min., FSK 12
Wo: Museum der Badekultur, Zülpich, Einlass: ab 18:00 Uhr, Filmstart: ca. 19:00 Uhr

Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung. Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise.
»Dieser Lockdown der Menschlichkeit muss beendet werden. Flucht ist kein Verbrechen. Und Migration ist eine zivilisatorische Notwendigkeit.« Heribert Prantel, Süddeutsche Zeitung
»Ein eindrücklicher Film, der uns das Wegschauen unmöglich macht.« NDR
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25.03.2026 – Kinky Boots – Man(n) trägt Stiefel, Drama/ Komödie, UK 2005, 107 Min., FSK12
Wo: Quirinusplatz Zülpich, Einlass: ab 18:30 Uhr, Filmstart: ca. 19:30 Uhr
Bei schlechtem Wetter im Museum der Badekultur, Zülpich

Charlie Price erbt das Familienunternehmen: eine bankrotte Herrenschuhfabrik. Weder die Belegschaft noch Charlie glauben daran, dass er imstande ist, die Fabrik zu leiten. Er findet zwar keinen Abnehmer für seine hochwertigen, handgearbeiteten Schuhe, will aber auch nicht all seine Mitarbeiter auf die Straße setzen. Deswegen wagt er das Ungewöhnliche: zusammen mit Drag-Queen Lola will er den etwas anderen Herrenstiefel herstellen. Doch nicht jeder in der Fabrik in Northampton ist Lola und dem verzweifelten Rettungsversuch gegenüber aufgeschlossen, zudem ist der Erfolg der Kinky Boots nicht absehbar. Mit typisch britischem Humor erzählt der auf einer wahren Begebenheit basierende Film vom Aufeinanderprallen der Welten des Provinzlers Charlie und der schillernden, exzentrischen Lola.
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01.04.2026 – Belle & Sebastian : Ein Sommer voller Abenteuer, Familienfilm, F 2022, 98 Min., FSK 6
Wo: Quirinusplatz Zülpich, Einlass: ab 19:00 Uhr, Filmstart: ca. 20:00 Uhr
Bei schlechtem Wetter im Museum der Badekultur, Zülpich

Ein spannendes Abenteuer inmitten einer grandiosen Landschaft und ein tolles Kino-Erlebnis für große und kleine Zuschauer*innen.
Der 10-jährige Sebastian ist ein aufmüpfiger Junge, der manchmal über die Stränge schlägt. Seine Mutter verordnet ihm eine Auszeit vom Stadtleben und bringt ihn in ihr Heimatdorf in den französischen Alpen. Auf der Farm seiner Großmutter und seiner Tante soll Sebastian bei der Arbeit mit den Tieren helfen – für ein Stadtkind wie ihn nicht unbedingt der coolste Ferienspaß, den man sich vorstellen kann. Bis er die schneeweiße Berghündin Belle trifft, die von ihrem Besitzer schlecht behandelt wird. Schon bald sind das kluge Tier und der abenteuerlustige Junge unzertrennlich. Sebastian ist wild entschlossen, Belle vor ihrem übellaunigen Herrchen zu beschützen und erlebt den aufregendsten und schönsten Sommer seines Lebens.
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08.04.2026 – Cranko, Biografie/ Drama, D 2024, 133 Min., FSK 12
Wo: Quirinusplatz Zülpich, Einlass: ab 19:30 Uhr, Filmstart: ca. 20:15 Uhr
Bei schlechtem Wetter im Museum der Badekultur, Zülpich

Der Kinofilm CRANKO zeichnet ein einfühlsames und bewegendes Porträt des faszinierenden Starchoreographen und Künstlers John Cranko, der das Ballett in Deutschland wie kein anderer prägte: Anfang der 1960er Jahre kommt Cranko nach Stuttgart, und beginnt dort damit, das Ballett zu entstauben: Er stellt eine außergewöhnliche Compagnie zusammen, mit deren Tänzer:innen er das Stuttgarter Ballett an die Weltspitze führt.
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