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Filmreihe Frühjahr 2022

06.05.2022 Sonderveranstaltung im FORUM Zülpich

Herr Bachmann und seine Klasse“ – Dokumentarfilm, Deutschland 2021

HERR BACHMANN UND SEINE KLASSE porträtiert die Beziehung zwischen einem Lehrer und den Schüler*innen der 6. Jahrgangsstufe. In einnehmender Offenheit begegnet Herr Bachmann den Kindern mit ihren unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen und schafft damit einen Raum des Vertrauens. Musik ist hier eine allgegenwärtige Sprache, die sich wie selbstverständlich um den zu absolvierenden Unterrichtsstoff legt. Anhand der sozialen Beziehungen in der Klasse erzählt der Film ganz beiläufig von den Strukturen einer kleinen, westdeutschen Industriestadt, deren Geschichte bis zurück in die NS-Zeit von Migration geprägt ist.

Festivals und Auszeichnungen:

  • 71. Berlinale 2021 – Silberner Bär: Preis der Jury
  • 71. Berlinale 2021 – Publikumspreis
  • Deutscher Filmpreis 2021: Bester Dokumentarfilm

Pressestimmen:

„… es gibt gerade auch keinen schöneren, klügeren Film über Deutschland im Jahr 2021.“ Der Tagesspiegel

„Eine Wucht, ein Must-see-Ereignis, das einem zumindest für die Laufzeit den Glauben an die Menschheit zurückgibt.“ Blickpunkt Film

„Dreieinhalb Stunden Film, die sich nie wie Nachsitzen anfühlen.“ Tagesthemen

„Unterhaltsamer als viele Spielfilme.“ Frankfurter Rundschau

„Eine faszinierende Studie über das, was Pädagogik ausmacht.“ Berliner Morgenpost

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16.03.2022 „ZU WEIT WEG“ – Familienfilm, Deutschland 2020

Einlass ab 18:00 Uhr, Rahmenprogramm, Filmbeginn bei Einbruch der Dämmerung

Bei schlechtem Wetter zeigen wir den Film im Museum der Badekultur!

Da sein Heimatdorf einem Braunkohletagebau weichen soll, müssen Ben (12) und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Fußballverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq (11), Flüchtling aus Syrien, der ihm nicht nur in der Klasse die Show stehlt, sondern auch noch auf dem Fußballplatz punktet. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent doch mehr mit ihm gemeinsam als er denkt?

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23.03.2022 „Power to the children – Kinder an die Macht“ – Doku, Deutschland 2018

Kinder in Indien nehmen ihr Leben in die eigenen Hände. Sie sind nicht länger bereit, soziale Missstände und Umweltverschmutzung zu ertragen.
Sie gründen Kinderparlamente, wählen ihre eigenen Minister und kämpfen dafür, dass ihre Rechte respektiert werden. Sie ändern nicht nur ihr eigenes Leben zum Besseren, sondern auch das der ganzen Dorfgemeinschaft.

Der Film erzählt aus der Perspektive der Kinder über ihre Herausforderungen und Aktionen in einer Gesellschaft, in der von Kindern erwartet wird, dass sie dem Beispiel der Erwachsenen folgen.
Doch diese Kinder gehen einen neuen Weg – mit Entschlossenheit, Mut und Kreativität.

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30.03.2022 „Die Adern der Welt“ – Spielfilm, Familienfilm, Mongolei/ Deutschland 2020

In der mongolischen Steppe lebt der 12-jährige Amra mit seiner Mutter Zaya, seinem Vater Erdene und seiner kleinen Schwester Altaa ein traditionelles Nomadenleben. Während sich Zaya um die Ziegenherde kümmert und Erdene als Mechaniker und durch den Verkauf von Käse auf dem lokalen Markt sein Geld verdient, träumt Amra einen ganz anderen Traum: Er will ins Fernsehen und bei der Show „Mongolia’s Got Talent“ auftreten. Doch das friedliche und ursprüngliche Leben der Familie wird durch das Eindringen internationaler Bergbauunternehmen bedroht, die den Lebensraum der Nomaden rücksichtslos zerstören. Erdene ist der Anführer derer, die sich der Ausbeutung widersetzen. Ein tragischer Unfall ändert jedoch alles. Plötzlich muss Amra den Kampf seines Vaters fortsetzen. Er tut dies mit der Klugheit und der unbekümmerten Gewitztheit eines 12-jährigen Jungen…

Deutscher Filmpreis „Bester Kinderfilm“ 2021

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06.04.2022 „May I be happy“ – Dokumentation, Frankreich 2019

Mittels berührender Filmaufnahmen aus amerikanischen Klassenzimmern, in denen Lehrerinnen und Lehrer ihren Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichsten sozialen Kontexten einfühlsam Achtsamkeitsübungen nahebringen, macht dieser Film auf die große Heilkraft der Achtsamkeitslehre und Meditation aufmerksam. Er zeigt auf, wie diese einfachen Werkzeuge genutzt werden können, um Kinder daran zu erinnern dass sie selbst der Schlüssel sind für ihr Glück und ihre innere Erfüllung, ganz gleich welche Gewalt und welches Leid ihnen im Leben begegnen.

MAY I BE HAPPY fängt dabei gekonnt die sehr realen Herausforderungen ein, denen sich amerikanische Kinder und Jugendliche ausgesetzt sehen, sei es in elitären Privatschulen, in öffentlichen Schulen, auf den Straßen oder im Strafvollzug. Engagierten Pädagoginnen und Pädagogen zuzuhören und zuzuschauen, wie sie Mittel und Wege finden, von Herz zu Herz zu unterrichten und den Optimismus zu spüren, mit dem sie an ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen gehen, ist eine erhebende Erfahrung.

MAY I BE HAPPY erinnert uns an die natürlichsten Zustände unserer Kinder. Sie empfinden auf natürlich leichte Weise Glück und Mitgefühl und bringen eine erstaunliche Resilienz mit auf die Welt. Diese Zustände gilt es in der Erziehung zu bewahren und zu fördern. Der Film liefert für das Gelingen dieses Vorhabens einige Beispiele aus einer Reihe von Programmen in der San Francisco Bay Area und dient als Vorlage für ähnliche Projekte in Europa und Deutschland.

MAY I BE HAPPY offenbart die Bedeutung von Achtsamkeit, Dankbarkeit und Mitgefühl in der Pädagogik der Zukunft und zeigt Wege auf, wie ein ganzheitlicher und emotional ausgewogener Schulalltag gelebt werden kann.

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Filmseite (englisch)

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Filmreihe Herbst 2021

15.09.2021 „Aus Liebe zum Überleben“ – Dokumentation, Deutschland 2019

In seinem Film „Aus Liebe zum Überleben“ begab sich Bertram Verhaag auf eine Reise zu acht mutigen Menschen die sich abgewendet haben von Konventionen, von Agrargiften, von unmenschlichen Arbeitsweisen und sich einer Landwirtschaft zugewandt, die ohne Gifte und ohne Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit auskommt.

Jeder der gezeigten Protagonisten erzählt seine ganz persönliche Geschichte von Äckern für den man sich einen Anzug anziehen muss, von Regenwürmern, Kuhhörnern, von der Stille, von suhlenden Schweinen und von der Ehrfurcht vor dem Leben…

Was den Film aber ausmacht ist der Mut den jeder Zuseher erfährt der diesen außergewöhnlichen Menschen zusieht. Mut für eine andere Art der Landwirtschaft einzustehen. Mut auf sein Herz zu vertrauen – “Kopf halt´s Maul“

Der Gegenwind der ihnen entgegenweht macht alle allerdings stärker und überzeugter den richtigen Weg gegangen zu sein.

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22.09.2021 „Gegen den Strom“ – Ökothriller, Island 2018

Halla ist fünfzig und eine unabhängige Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Bekannt unter dem Decknamen „Die Frau der Berge“ führt sie heimlich einen Ein-Frau-Krieg gegen die lokale Aluminiumindustrie. Mit ihren riskanten Aktionen gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor zu stoppen. Doch dann bringt die Bewilligung eines fast schon in Vergessenheit geratenen Adoptionsantrags Hallas gradlinige Pläne aus dem Takt. Entschlossen plant sie ihre letzte und kühnste Aktion als Retterin des isländischen Hochlands.

Bereits mit seinem großartigen Debüt „Von Menschen und Pferden“ erregte Benedikt Erlingsson international Aufmerksamkeit. Nun ist der isländische Regisseur zurück mit einer ebenso knochentrockenen wie politisch scharfzüngigen Komödie. Die Inszenierung der atemberaubenden Kulisse Islands ist betörend und die Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir eine Wucht. GEGEN DEN STROM begeisterte das Publikum der Semaine de la Critique auf dem Filmfestival Cannes 2018.

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29.09.2021 „Unterwegs mit Jaqueline“ – Spielfilm, Frankreich/ Marokko 2016

Fatah (Fatsah Bouyahmed) und seine Kuh Jacqueline sind unzertrennlich. Wenn der algerische Bauer seinen kleinen Garten am Rande der Wüste gewässert hat, sitzt er bei Jacqueline im Stall, striegelt ihr Fell und liest ihr von der Landwirtschaftsmesse in Paris vor, an der er unbedingt einmal teilnehmen will. Fatahs Frau Naïma (Hajar Masdouki) beäugt die innige Beziehung skeptisch, die übrigen Dorfbewohner machen sich über Fatah lustig. Doch der komische Kauz mit Halbglatze und Brille lässt sich nicht beirren.

Als die langersehnte Einladung zur Pariser Agrarschau wider Erwarten doch noch ins Haus flattert, steht Fatah vor einem Problem. Denn die Teilnehmer müssen die Anreise selbst finanzieren. Mit der Unterstützung des gesamten Dorfes macht sich Fatah auf den Weg. Sein Budget ist knapp, also geht es nach der Überfahrt ab Marseille zu Fuß weiter. Auf seiner Wanderung trifft der kleine Bauer auf allerlei Menschen, Hindernisse und Überraschungen, die erst die Teilnahme an der Messe und schließlich seine Ehe in Gefahr bringen. Zum Glück kann Fatah auf die Hilfe seines Schwagers Hassan (Jamel Debbouze), auf den verarmten Adligen Philippe (Lambert Wilson) und auf jede Menge Medienpräsenz zählen.

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06.10.2021 „Power to Change – die Energierebellion“ – Dokumentation, Deutschland 2016

Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters. Mit POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion wird das Jahrhundertprojekt Energiewende filmisch erlebbar.

Dies ist die Geschichte einer Suche – einer Reise auf der Fragen aufgeworfen und Antworten gefunden werden.

Der Film stellt Auseinandersetzung um eine Energiewende dar, die von unten erfolgt – dezentral und regional. Er greift die persönlichen Geschichten von Menschen auf, die die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensgrundlage selbst in die Hand nehmen und verwebt dabei Personen und Schauplätze zu einem authentischen Zeitdokument.

Mit journalistisch-analytischem Blick, untermauert von einer tiefreichenden Recherche zeigt POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion Aktivisten, Unternehmer, Zweifler und Kritiker – ihr alltäglicher Kampf um die Energiewende wird auf die mediale Weltbühne projiziert. Ein Film, der einen Punkt hinter die Weltuntergangsszenarien und abgehobenen Diskussionen um die Machbarkeit der Energiewende setzt: Kurzweilig, spannend, faszinierend und ohne moralischen Zeigefinger. Trotzdem unversöhnlich da, wo Versöhnung nicht möglich ist.

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13.10.2021 „Rocca verändert die Welt“ – Familienfilm, Deutschland 2019

Mutig, witzig, unverwechselbar: Das ist Rocca. Rocca ist elf Jahre alt und lebt nicht etwa bei ihren Eltern, sondern ganz allein in einem großen Haus. Angstfrei und voller Neugierde geht sie durch die Welt, findet in Caspar einen ungewöhnlichen Freund und stellt sich gleich am ersten Tag in ihrer neuen Schule den Mobbern der Klasse. Am wichtigsten ist für Rocca jedoch auch noch das Herz ihrer Oma zu gewinnen. Immer optimistisch kämpft Rocca mit ihren neuen Freunden für ihr selbstbestimmtes Leben – und beweist, dass auch ein Kind die Kraft hat, die Welt zu verändern.

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20.10.2021 „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ – Dokumentation, Frankreich 2016

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten?

Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“, „Beginners“) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

TOMORROW trifft den Nerv der Zeit. Mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in den vergangenen Monaten in Frankreich zum Publikumsliebling und inspirierte bisher mehr als 850.000 Zuschauer. Für ihren mitreißenden Dokumentarfilm reisten Mélanie Laurent und Cyril Dion in zehn Länder. Wie bei einem Puzzle wird bald klar, dass erst die Summe der Lösungsansätze das Bild einer anderen Zukunft zeichnet. TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.

„Dieser Film sollte Teil der Ausbildung aller politischen Verantwortlichen weltweit sein!”
David Nabarro – UN Beauftragter für Klimapolitik und nachhaltige Entwicklung